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STEFAN IMOBERSTEG
Friday, 04. December 2009
stefan-imobersteg.jpgDer Brotduft steigt STEFAN IMOBERSTEG allmorgendlich in die Nase, wenn er das Fenster öffnet und die Berner-Oberland-Luft schnappt, bevor er sich ans Werk macht. Die Songs klingen wie Countryrock aus Texas. IM­OBERSTEGS Wurzeln sind im Country, Blues und Jazz der US-Südstaaten. Er bereist und interpretiert diese nun auf «Changing Lanes» auf seine Art und Weise. Ein Album, das sehr von den Gegensätzen der genannten Stile lebt, sich nicht anbiedert mit Schmalz. Den Mut, sperrig zu klingen, Kanten einzusetzen, hat er sicher in Zusam­men­arbeit mit seiner Band aus acht Musikern, die ihn neu begleiten, gefunden. Diese Mitmusiker sind auch ein nötiger Schritt, STEFAN IMOBERSTEGs begrenzte Singerqualitäten in Englisch zu überbrücken und den Sound breiter zu machen sowie die Stimmungen besser einzufangen, die die Worte sagen wollen. Der Oberländer ist ein unermüdlicher Livemusiker der kleinen Bühnen, da passt sein «Changing Lanes» perfekt hin, feiert es doch die Einsamkeit und Hoffnungen des Mannes von der Strasse. Die vielen Auftritte haben STEFAN auch eine Fangemeinde beschert, die beachtlich ist für einen stillen Mann aus Frutigen, wo er auch aufgewachsen ist. Dieses Jahr hat er den «Emergenza Contest» gewonnen. Jetzt will es der Mann mit den heimischen Bergen vor Augen und dem Mississippi-Delta im Herzen wissen, mit dem neuen Album, das für einen Berner verdammt amerikanisch klingt.

Album: STEFAN IMOBERSTEG: «Changing Lanes»
www.mx3.ch/artist/stephanimobersteg
 
PHANTOM DER OPER
Friday, 04. December 2009
MIT DEBORAH SASSON

phantomderoper_essebild_01.jpg«Das Phantom der Oper» kann mit über 300 Auf­führungen in allen deutschsprachigen Län­dern als eines der erfolgreichsten Tournee-Musicals des deutschen Sprachraums bezeichnet werden. Die Presse überhäuft die Darsteller des Musicals geradezu mit Lob. Und auch jedem Besucher wird schnell klar: Diese Neuins­ze­nierung von DEBORAH SASSON nach dem Romanbestseller von GASTON LEROUX überzeugt.

«Das Phantom der Oper»; Mo 15.2.; Neues Theater Spirgarten, Zürich; Tickets: MANOR, SBB, EVENTIM
 
MATT
Friday, 04. December 2009
EIN ZÄRTLICHER GRÜBLER

matt.jpgZwar sieht MATTHIAS GEISSBÜHLER alias MATT mit seinem dunklen Teint und Haar eher aus wie ein Südländer, doch sollte man ihn in einem Café treffen, wird er sich bernerisch verhalten. Er grübelt gerne über die Welt und die Gesellschaft, die ihm sehr konsumorientiert und gierig vorkommt. Als Schwermütiger schrieb er die Lieder für seinen Zweitling am besten, als es ihm schlecht ging. Doch dieses negative Gefühl hat den postiven Nebeneffekt, dass es zauberhafte Melodien und Gedanken zu­tage gebracht hat über sensible Wesen, die kämpfen in den Widrigkeiten des Alltages. Am Pfingst­wochen­ende wurde das Al­bum live aufgenommen mit ANDREAS ROTHEN­BÜHLER (Schlag­zeug und Perkussion), JEREMIAS SCHULZ (Kon­tra­bass) und SEBASTIAN HIRSING (Or­gel). Das tönt kompakter als beim Debüt. Was geblieben ist, ist der Gesang MATTs zwischen Flüstern und zärtlichen Worten, die sich nicht anschicken, kommerziell zu sein. Gut ist auch, dass die Band, die den Berner auch live auf der kommenden Tour­nee begleitet, sich Raum nimmt für Feinheiten und Inspiration. Das wirkt als Ergänzung zu MATTs Melancholie lebendig und hilft der Platte, sich nach aussen zu öffnen.

MATT, Album: «Schachmatt»
 
NEEDED
Friday, 04. December 2009
DRECKIG SOLL ES KLINGEN

needed.jpgMit NEEDED betritt in Bern eine Band die Bühne, die nur dort gut aufgehoben ist, denn ihr Sound ist trotz der Alterspann­weite von 20 bis 31 Jahren für heute eher selten: Gradliniger, dreckiger, unspektakulärer Gitarrenrock, der live Schweiss und Blut tropfen lässt, aber auf der Platte «We are needed» weniger wirkt. Machen denn ADRIAN MOSER (20, Drums), Sänger MARCO BALZLI (27), Gitarrist JONAS GRIMM (32), Bassist REASE NYDEGGER (19) etwas falsch? Nein, für Rock mit englischen Wurzeln, der viel Männlichkeit und wilde Gefühle ausdrücken soll, von den eigenen Unzulänglichkeiten ablenkt, sind die gitarrenlastigen Songs gut. Nichts ist aber so eigen wie es scheint. Wer sich der Rockhelden der Achtziger erinnert, erkennt jedes Liedmuster schon nach wenigen Takten. Auch ist der Sänger schlicht eine Nummer zu klein, um den einfachen Songs eine gewisse Note mit virtuosem Gesang hinzuzufügen und für Abwechs­lung zu sorgen. So bleibt nur die Dynamik und die Kraft des Rocks, die im Saal helfen kann, im wilden Tanz Aggressionen loszuwerden.

Album, NEEDED: «We are needed»
www.needed.ch
 
UELI SCHMEZER
Friday, 04. December 2009
AUF MATTER FOLGT POPROCK

uelischmezer.jpgWeil MANI MATTER sein Juristenbüro Tür an Tür mit dem von Vater SCHMEZER hatte, kannte ihn UELI von Kindesbeinen an, ging lange nach dessen Tod mit seiner Interpretation fünf Jahre als «MATTER live» auf Tour. Das ist Rekord. Nun ist die Zeit reif für den nächsten Schritt, denn mittlerweile kennt jeder in der Schweiz UELI als «Kassensturz»-Moderator und eben Sänger mit beschränkten Fähigkeiten. Konnte der Produzent ROMAN CAMENZIND aus dem Fa­milien­vater aus Belp einen Mundartrocker machen auf der ersten Soloscheibe «Himu­stärnehimu», die nach UELIs Wunsch richtig laut tönen sollte? Nein, im Sinne, dass auch CAMENZIND UELIs falschen Gesang in hohen Lagen nicht ausbügeln konnte, ja, im Sinne, dass die Scheibe tatsächlich Poprock enthält, abwechslungsreich tönt, gut zwischen lauten und leisen Tönen mit ansprechenden Texten durch die Runden kommt. UELI SCHMEZER ist ein Kopf­mensch und hat ein Sendungsbewusstsein, einen starken Willen und etwas zu sagen. Nun mussdas Publikum entscheiden, ob sie seinen Mund­artrock will, den UELI bereits mit 17 Jahren anfing zu schreiben und ihn nun als Mann in der Lebensmitte auf CD ertönen lässt.

Album, UELI SCHMEZER: «Himustärnehimu»
www.schmezer.ch
 
KRISTEN STEWART UND ROBERT PATTINSON
Friday, 04. December 2009
TEENY-IDOLE MIT BISS

Teil eins der Vampir-Romanze spielte rund 400 Millionen Dollar ein – jetzt läuft die Fort­setzung bei uns an. Ein Film, der KRISTEN STEWART (19) und Posterboy ROBERT PATTINSON (23) in die Superstar-Liga katapultiert und die zwei zum gröss­ten Liebespaar seit «Titanic» macht.


twilight-montage.jpgNiemand konnte die Dimensionen dieses Hypes erahnen. Als der erste Teil der «Twilight»-Saga im Januar 2009 in die Kinos kam, löste die Teeny-Romanze eine wahre Massenhysterie aus. Die bis dahin wenig bekannten Hauptdarsteller ROBERT PATTINSON («Harry Potter») und KRISTEN STEWART («Into the Wild») können seither keinen Schritt mehr vor die Tür setzen, ohne von Reporterscharen, Fotografen und Fans um­ringt zu werden. Der Kult um die zwei Schau­spieler hat mittlerweile so eine Grös­sen­ordnung erreicht, dass beim zweiten Teil neben den üblichen Premieren­feiern auch spezielle Fanevents organisiert werden mussten. Und die fanden diesmal nicht wie sonst üblich in Kinos, sondern in Sport­stadien statt. Logisch, dass die zwei Hauptdarsteller ihre liebe Mühe mit dem ganzen Rummel haben.
Als dem TREND-MAGAZIN-Repor­ter KIRS­TEN STEWART beim Interview­termin ge­genübersitzt, zittert sie am ganzen Körper. «Viele Jour­na­listen sind so gemein zu mir…», sagt sie erklärend und schaut betreten auf ihre Füsse. Doch nach einer Weile legt sich ihre Anspannung. Die Schau­spielerin taut auf, lächelt sogar und verrät dann: «Ich spüre oft, dass ich gerade den Erwartungen, die amerikanische Journa­listen von einem Jung­star haben, nicht gerecht werde. Ich passe nicht in ihr Bild, ich bin zu ernst. Dabei versuche ich immer, es allen recht zu machen. Und trotzdem werde ich oft dafür kritisiert, dass ich zu nervös oder zu ehrlich bin. Das nervt.»
An die hingebungsvolle Fanverehrung hat sie sich immer noch nicht richtig gewöhnt. «Manche beginnen zu weinen, wenn sie mich sehen. Es ist, als könnten sie nicht glauben, dass diese Figuren, die sie so toll finden, auf einmal Wirklichkeit geworden sind», sagt die Schauspielerin. «Doch bei mir hält sich das alles noch in Grenzen:
Von ROBERT sind die Mädchen regelrecht besessen…» Was er bestätigt. Der Englän­der mit dem Schlaf­zimmerblick und der Wuschelfrisur gilt als ultimatives Teeny-Idol. So einen wie ihn – Vampir hin oder her – wollen Girls als Freund. Weil er in seiner Kinorolle verzaubert. «Ich bekomme viele Biss-Anfragen. Aber ich sage den Mädchen dann immer, dass ich sie aus rechtlichen Gründen nicht beissen kann. Sie sind dann meistens sehr enttäuscht.»
Dass ROBERT PATTINSON als neuer Kino­held gefeiert wird, ist dem Briten etwas unheimlich. Aber es hat auch seine Vorteile. «Ich muss nicht mehr für andere Rollen vorsprechen – sie werden mir direkt angeboten», freut er sich. Ihm und seiner Lein­wand­part­nerin wird nachgesagt, dass es auch privat gefunkt haben soll. Beide quittieren das mit einem «No comment». KRISTEN gibt aber immerhin zu, wie toll es war, ROBERT zu küssen. «Er hat scharfe Zähne», sagt sie lachend. «Es war gut. Mir hat es gefallen.»


«The Twilight Saga: New Moon»; Romantik (Constantin) USA 2009
Kinostart: 26.11.;
www.newmoonthemovie.com

 
THE BOX
Friday, 04. December 2009
Thriller; (Ascot Elite) USA 2009
Kinostart: 14.1.


box_day1_00025.jpgDas junge Paar Norma und Arthur erhält eines Tages eine mysteriöse Kiste von einem Fremden. Die Anleitung ist simpel: Wenn sie einen Knopf auf der Box drücken, können sie zu einer grossen Menge Geld kommen, aber töten dadurch irgendwo auf der Welt einen Men­schen. Die beiden haben 24 Stunden Zeit, ihre Entscheidung zu treffen. – Der spannende Thriller von Kultregisseur RICHARD KELLY basiert auf einer Folge der berühmten TV-Serie «Twilight Zone». KELLY zeichnet ebenfalls für den Kultfilm «Donnie Darko» verantwortlich, mit dem er schon einmal sein Gespür für mysteriöse und schräge Storys bewiesen hat. CAMERON DIAZ, um die es in letzter Zeit recht ruhig geworden ist, könnte mit diesem Film ein eindrucksvolles Comeback feiern.

Regie: RICHARD KELLY; Darsteller: CAMERON DIAZ, JAMES MARDSEN, FRANK LANGELLA; thebox-movie.warnerbros.com
 
ZOMBIELAND
Friday, 04. December 2009
Horror-Komödie; (Columbia) USA 2009
Kinostart: 10.12.

zombieland.jpgWie überlebt man in einer Welt, die von Zombies überrannt wird? Zwei Männer, die gegensätzl­i­cher nicht sein könnten, scheinen die passende Antwort auf diese schwierige Frage gefunden zu haben. Columbus ist zwar ein totales Weichei, konnte aber dennoch bislang alle Angriffe erfolgreich abwehren, weil er sich immer strikt an seine «47 Überlebensregeln für Zombieland» gehalten hat. Als einer der letzten Nicht-Zombies in seiner von Untoten besetzten Heimatstadt trifft der überängstliche Columbus auf Tallahassee. Der wiederum ist ein richtig harter Hund und hat scheinbar vor so gut wie gar nichts Angst. Gemeinsam wollen die beiden nun mit allen Zombies kurzen Prozess machen. Doch dabei muss das ungleiche Duo zuerst dem grössten Schrecken in die Augen blicken: sich selbst!

Regie: RUBEN FLEISCHER; Darsteller: WOODY HARRELSON, JESSE EISENBERG, ABIGAIL BRESLIN, EMMA STONE; www.zombieland-derfilm.de
 
AVATAR
Friday, 04. December 2009
DAS NEUE «STAR WARS»?

Der Mann, der für legendäre Streifen wie «Terminator» oder «Aliens» verantwortlich zeichnet und mit «Titanic» Filmgeschichte geschrieben hat, meldet sich endlich zurück. JAMES CAMERON besinnt sich auf seine Wurzeln und liefert mit «Avatar» ein bildgewaltiges Science-Fiction-Spektakel ab, welches das 3D-Kino revolutionieren soll.


avatar.jpgZwölf Jahre ist es her, seit JAMES CAMERON seinen letzten Kinofilm gedreht hat. Mit «Titanic» hat er den erfolgreichsten Film aller Zeiten abgeliefert. Dass er ausgerechnet mit einem – Zitat – «Frauenfilm» so erfolgreich war, will CAMERON noch immer nicht ganz einleuchten. Doch er hat sich danach die Zeit genommen, um nur noch Dingen nachzugehen, die er auch wirklich machen wollte.

Jetzt, nach über einem Jahrzehnt, startet also sein neuer Film in den Kinos, und CAMERON wäre nicht er selbst, wenn er nicht mit einem Paukenschlag zurück auf die grosse Leinwand kommen würde. In «Avatar – Aufbruch nach Pandora» wird die Geschichte von Jake Sully erzählt. Der querschnittsgelähmte Soldat unterstützt die Menschen bei der Erschliessung von Pandora, einem urtümlichen Planeten, der mit einer üppigen Vegetation und fremdartigen Wesen genauso faszinierend wie gefährlich ist. Da Jake an den Rollstuhl gefesselt ist, wird sein Geist in einen sogenannten «Avatar» übertragen, eine Art biologische Hülle, mit der sich Jake frei bewegen kann. Der Avatar wurde den Ur­einwohnern des Planeten, den Na’vi, nachempfunden. Die Menschen wollen den Na’vi ihren Lebensraum streitig machen, doch die wissen sich zu wehren. Und so kommt es, wie es kommen muss: Ein erbitterter Krieg zwischen Menschen und Na’vi bricht aus und Jake steckt mitten drin. Durch seinen Kontakt zu Prinzessin Neytiri lernt er die Na’vi besser verstehen und nach und nach entwickelt er auch Gefühle für sie. Ehe er es sich versieht, muss er sich für den alles entscheidenden Kampf rüsten und sich für eine Seite entscheiden.

Schon vor 14 Jahren hatte JAMES CA­ME­RON die Idee zu «Avatar». Doch damals waren die Voraussetzungen zur Realisation des Projekts noch nicht gegeben. Der Technikfreak wurde hellhörig, als PETER JACKSON in seiner «Herr der Ringe»-Tri­logie das digitale Wesen Golum zum Leben erweckte. CAMERON entwickelte auf Basis dieser Technik eine virtuelle Kamera, die es ihm schon am Drehort erlaubt, einen Blick auf die fertige Szene zu werfen, ohne dass die Schauspieler erst am Computer in die Szene eingefügt werden müssen. Und der Meister hat Grosses vor, von einer Re­vo­lution war gar die Rede. Schon vor zehn Jahren prophezeite er, dass die Zukunft des Kinos digital und dreidimensional sein würde. Auch «Avatar» ist vorwiegend als 3D-Erfahrung geplant und soll bis dato als grösste dreidimensionale Realfilm­produk­tion gelten, die neue Massstäbe auf diesem Gebiet setzen soll.

Bleibt zu hoffen, dass das Ganze nachher nicht zu sehr wie ein auf Spielfilm getrimmtes Videogame daherkommt. Dieses Pro­b­lem hatten ja schon die ersten beiden neuen «Star Wars»-Filme, die mit ihrer kunterbunten Farbgebung kaum mehr Realis­mus versprühten. Apropos, wie «Star Wars» ist auch «Avatar» als Trilogie angelegt. Ob die Franchise das Zeug dazu hat, die Aben­teur von Luke Skywalker und Co. vom Sci-Fi-Thron zu stossen, wird sich noch zeigen müssen. Denn bisher ist es digitalen Figuren kaum gelungen, dass sich Zu­schauer emotional auf die Charaktere einlassen. In einem Film, in dem die Haupt­darsteller aber digital sind, wäre dies, ge­linde gesagt, ein Desaster.


Sci-Fi-Action; (Fox Warner) USA 2009
Kinostart: 17. Dezember
Regie: JAMES CAMERON
Darsteller: SAM WORTHINGTON, ZOE SALDANA, SIGOURNEY WEAVER
Web: www.avatarmovie.com

 
ANDRINA
Friday, 04. December 2009
EIN TALENT GANZ  UND GAR

Abseits von Castingshows und -contest hat sich die junge ANDRINA einen Platten­ver­trag ergattert. Ihre erste Single «Empty Rooms» / «A New Temptation» wurde von den Radios mehr als dankend angenommen. Nun liegt das Album vor. Das Echo ist überwältigend.


adrina.jpgEin Samstagabend im Gemeindesaal von Rümlang. Hier wird heute das Debütalbum der erst 14-jährigen ANDRINA gefeiert, elf rockig-poppige, abwechslungsreiche Lieder zwischen BRITNEY und AVRIL. Die junge Sängerin begnügt sich nicht damit, einfach ein paar Songs über ein Playback zu mimen, wie man dies vielleicht im Vorfeld hätte vermuten können. Nein – ANDRINA wird das ganze Album vortragen – live und mit Band! Daher stand eine Plattentaufe in einem engen Club auch nie zur Debatte. Und auch weil ihre Mitschülerinnen und Mitschüler ohnehin altersbedingt in keine Disco reinkämen. Anmerken tut man es ihr nicht, doch der Jungstar ist schon leicht nervös. Es sind denn auch viele Leute gekommen, darunter ihre Familie, DJ MR. P!NK, der neue SHAKRA-Sänger JOHN PRAKESH Plattengotti BÖRNI und natürlich ihre Produzenten CÜNEYT KAFADAROGLU, ANDY SCHNEIDER und MICHAEL KULL sowie viele Medienleute. Das Interesse am neuen Schweizer Gesangstalent ist schon seit dem Singlerelease Anfang Jahr sehr gross.
ANDRINA ROHRBACH kam schon in frühsten Jahren zur Musik. Für sie gab es Musik «schon immer». Zurzeit lernt sie Klavier spielen. Gitarre kann sie schon ziemlich gut. Trompete und Alphorn beherrscht sie schon länger. Eigentlich habe sie kein bestimmtes Vorbild. Im Gespräch mit ihr kurz vor dem Konzert, lässt sie sich dann aber die Namen P!NK, LEONA LEWIS und, wenn's um die Show geht, ROBBIE WILLIAMS entlocken. Ihre Lieder werden ihr keineswegs einfach serviert. ANDRINA gestaltet sie mit, schreibt Texte und sitzt dann mit ihrem Produzenten zusammen, um daraus die Melodie und den Song zu machen. Die Ideen holt sie sich aus dem Alltag. «Das ist wie Tagebuch schreiben», erklärt sie. Zusammen mit ihrer Freundin und Vocal-Coach ANIKA BERENS übersetzt sie die Texte dann ins Englische. Die Musik nimmt ihre Zeit in Anspruch – die Schule soll aber nicht darunter leiden. Der Versuch, dem Teenager ehrgeizige Ziele zu entlocken, scheitert. Für die Zukunft meint sie klar: «Die Schule kommt zuerst.» Dafür hat ihr Hobby zeitlich etwas gelitten. ANDRINA hat lange Baseball gespielt.
Draussen steigt die Spannung bei ihren Freunden. Niemand in der Schule von Rüm­lang kennt ihre Songs, ausser der Single natürlich. Und live hat ANDRINA auch noch niemand gesehen. Ob sich im Verhältnis zu ihren Mitschülerinnen und -schülern etwas ändern wird? «Nein», sagt sie. «Für meine Freunde bleibe ich die ANDI.»
Das Saallicht geht aus – ANDRINA startet ihr Konzert mit der neuen Single «Look at Me». Von Beginn weg hat sie die volle Aufmerk­samkeit des Publikums. Die Show ist perfekt, die Band professionell und ANDRINA überzeugt stimmlich in allen Tonlagen. Sie gibt alles, sagt ihre Titel an, spricht unbekümmert mit dem Publikum, ist ein Star – professi­onell, ohne unnötige Posen. Manch ein Cas­tingshow-Teilnehmer könnte von ihr lernen. Den Abschluss bestreitet sie mit einer Akus­tikversion von «A New Temptation», jenem Song, der in den letzten Monaten von DRS3 beinahe täglich gespielt wurde!
Dass es ANDRINA schaffen kann, ganz gross rauszukommen, ist durchaus möglich. Sie ist musikalisch sehr begabt, ist sympathisch, hübsch, keck und voller Tatendrang.


Album: «Look at Me» (Zoom / Zyx)
Showcase: 12.12., Interlaken, Casino Kursaal
www.andrinamusic.com
 
KEVIN COSTNER
Friday, 04. December 2009
HOLLYWOODSTAR STARTET ROCKKARRIERE

Ob «Der mit dem Wolf tanzt» oder «Body­guard»: Der zweifache «Oscar»-Preisträger KEVIN COSTNER spielt gerne Helden. Jetzt sucht der Schauspieler nach einer neuen Herausforderung – und singt.

costner.jpgDass sich angesagte Namen aus Holly­wood nebenbei als Musiker betätigen, ist keine Neuheit. JOHNNY DEPP macht es, genauso wie KEANU REEVES oder RUSSELL CROWE. Jetzt gehört auch KEVIN COSTNER zu dem erlauchten Club der Hobby-Rockstars. Und der scheint es ernst zu meinen. Beim Treffen mit dem TREND-MAGAZIN-Reporter stellte der 54-Jährige klar: «Ich hoffe, dass ich in Zukunft mit Kino und Musik Geld verdienen kann.» Wer ein biss­chen auf YOUTUBE surft, der wird schnell sehen, dass COSTNER als Sänger durchaus zu überzeugen vermag. Sein Song «Backyard» ist sogar ein regelrechter Hit. Schuld daran, dass der Schauspieler in den letzten Monaten mit seiner Band MODERN WEST rund um die Welt tourte, ist seine Frau. «Sie wusste, dass ich früher mal in einer Band war und dass mir das Musikmachen enorm viel Spass macht. Also hat sie mich ermutigt, jetzt richtig Gas zu geben», sagt der Schauspieler. Und das tut er. Das Album «Untold Truths» verkauft sich anständig, ein Nachfolger ist bereits in Produktion. «Mittlerweile treten wir vor bis zu 50’000 Leuten pro Show auf», sagt KEVIN COSTNER stolz. Seine Musik zu schubladisieren, ist einfach. Er nennt es Rock’n’Roll, Countryrock ist allerdings zutreffender. Einige seiner Stücke erinnern an BRUCE SPRINGSTEEN, andere wieder nähern sich mehr JOHN MELLENCAMP an.
Das Wichtigste ist COSTNER der Kontakt zum Publikum. «Wir müssen eine Ver­bindung zueinander aufbauen. Künstler, denen das egal ist, haben keine Ahnung von Entertainment. Bei Dreharbeiten halte ich das übrigens genauso», sagt der singende Schauspieler. «Auf dem Filmset hänge ich auch nie den Star raus, sondern suche den Kontakt mit den Statisten. Auch sie sind wichtig. Stell’ Dir mal eine Szene auf einer Strasse vor, ohne Leute im Hintergrund. Das sähe doch Scheisse aus.»
Auf der Bühne gibt sich der Star als Mann zum Anfassen. Dort flirtet er mit den Damen im Publikum und prostet ihren Män­nern zu. COSTNER sieht sich als Kumpeltyp. Mit roten Teppichen und Holly­wood­glamour kann er wenig anfangen. Er sagt: «Wir sollten aufhören damit, Leute anzuhimmeln. Gerade heute, wo Ruhm wie eine Auszeichnung behandelt wird. Aber für was? Früher musste man noch etwas dafür tun, zum Beispiel einen Krieg gewinnen. Heute kann jeder wegen nichts berühmt werden. Deswegen hat Ruhm seinen Wert verloren.» Ernüchternde Worte eines Mannes, der in den Neunzigerjahren im Kino einen Hit nach dem anderen landete. Doch seit «The Untouchables», «JFK» und «Robin Hood» ist viel Zeit vergangen. Seine letzten Filme – der geniale Krimi «Mr. Brooks» und die gelungene Komödie «Swing Vote» – kamen bei uns nicht mal mehr ins Kino. Zu Unrecht allerdings. Doch der Hobbysänger stört sich nicht weiter daran, sondern plant eifrig seine Musikerkarriere und sein Leinwand-Comback. Und so verrät er zum Schluss: «Für «Bodyguard 2» liegt bereits ein gutes Drehbuch vor. Nur am Schluss müssen wir noch feilen...»


Album, KEVIN COSTNER AND MODERN WEST: «Untold Truths» (Wrasse / Universal)
www.kevincostner.com
 
VIVE LA FÊTE
Friday, 04. December 2009
MUSIC UND MODE

Sie war einmal Model, er war Bassist bei DEUS. Am 19. November begeisterten ELS PYNOO und DANNY MOMMENS als VIVE LA FÊTE ihre Schweizer Fans mit einem grossartigen Konzert.


vive-la-fete.jpgBereits seit 1997 bilden DANNY MOMMENS und ELS PYNOO das wohl glamouröseste Paar der belgischen Bühne. Der Ex-DEUS- Bassist und das Ex-Model entzücken ihre Fans somit bereits seit zwölf Jahren mit einer genialen Mischung aus Achtziger-Pop, Cold-Wave, Elektro, einem Hauch Rock und mit einer bezaubernden Engelsstimme. Die beiden konnten auch besonders in der Mode­welt, u.a.  für Shows von KARL LAGERFELD sowie CHANELL überzeugen. Nun haben VIVE LA FÊTE ihr neues Album «Disque d’or» veröffentlicht. Zwölf knackige, sexy Tracks gibt es auf die Ohren und live sind die beiden Popdiven umwerfend und eine absolute Wucht. Vor dem Konzert traf das TREND MAGAZIN das Ex-Model und VIVE-LA-FÊTE-Sängerin ELS PYNOO zum Interview.

TREND MAGAZIN: Hallo, wie geht es dir? – ELS PYNOO: Danke, es geht mir sehr gut. Ich hatte einen wunderbaren Tag in Zürich. Ich war in einer Einkaufsstrasse und habe mir die Läden angeschaut, habe mir aber nichts gekauft. Diese Stadt ist einfach wunderschön, ich liebe Zürich.
Warst du schon öfters hier? – Ja, schon öfters. Ich glaube, es ist das dritte oder vierte Mal, wo wir hier im MASCOTTE spielen. In Bern waren wir auch schon öfters und auch in anderen Schweizer Städten. Als Kind war ich auch sehr oft in der Schweiz im Urlaub.
«Disque d’or» ist ein sehr cooles Album mit grossartigen Melodien, Elektro, Pop, Cold-Wave und einer wunderschönen Stimme. Erzähl mir ein bisschen mehr vom neuen Album! – Auch dieses Album haben wir zu Hause aufgenommen. Wir haben bei uns im Haus ein grossartiges Homestudio. Wenn man zu Hause arbeitet, ist man auch viel entspannter. Wir hatten an diesem Album ein bisschen länger als geplant, da mein Vater gestorben ist und ich auch eine harte Zeit hinter mir habe. Total hatten wir ca. vier Monate länger als geplant. Ich finde, es ist wieder ein typisches VIVE-LA-FÊTE-Album entstanden mit viel Elektro, Pop und ein bisschen mehr Gitarre als sonst.
Welcher ist dein Lieblingssong auf der Platte? – Das ist immer ein bisschen unterschiedlich. Momentan ist es «Mira».
Wer hat die Texte geschrieben? – DANNY und ich schreiben eigentlich alle Texte. Aber bei diesem Album hatten wir auch noch Unterstützung von unserem Keyboarder.
Was für Musik hörst du am liebsten privat? – Am meisten Jazz und klassische Musik. Ich liebe es!  Wenn man gestresst ist, bringt mich diese Musik zum Abschalten. Das tut sehr gut!
In der Vergangenheit warst du als Model auf allen Catwalks dieser Welt unterwegs. Was magst du mehr, die Modewelt oder die Musikwelt? – Musik! Ich mag auch die Mo­dewelt ganz gut, aber Musik mag ich lieber. Musik ist viel persönlicher.
Also lieber ELVIS PRESLEY als KARL LAGERFELD? – Ich würde sagen, in der Nacht ELVIS PRESLEY und am Tag KARL LAGERFELD.
…und LADY GAGA? – Nein, nein, nein! (lacht)
Hast du viele prominente Supermodels als Freundinnen? – Ja, habe ich. Viele Leute fragen mich jeweils, wer denn heute Abend ans Konzert kommt. Ich weiss es auch nicht. Meistens kommen sie einfach spontan vorbei. Wir sind eben sehr natürlich und nicht kompliziert. Deshalb mögen sie uns auch gut.
Was macht ihr nach einem Konzert? – Meis­tens ist der Backstage-Bereich Party­raum. Wir sind so happy nach einem schönen Konzertabend und feiern ein bisschen mit der Band. Wir sind eine kleine Familie.
Zu guter Letzt noch eine Message für eure Schweizer Fans? – Habt eine gute Zeit an unseren Konzerten und wir freuen uns, euch zu sehen.


Album: «Disque d’or» (Disques Office)
www.vivelafete.be

 
EMILIANA TORRINI
Friday, 04. December 2009
ERWARTUNGEN SIND DIE GRÖSSTEN FUCKUPS

Die «Jungle Drum»-Sängerin war einer der neuen Stars an der Basler «AVO Session». Von geplanter Zukunft hält die Isländerin wenig, wie sie im Interview verrät.

torrini-messerli.jpgEmiliana Torrini konnte das Publikum mit ihrem deutsch-englischen Akzent in den Bann ziehen. Die Lieder reichten von ihrem aktuellen Hit bis zu melancholischem Sound. Die Sängerin ist auch für ihren extravaganten Kleidungsstil bekannt. An diesem Abend trug sie einen rot-grünen Anzug. Das TREND MAGAZIN traf sie vor ihrem Auftritt zum Gespräch.

TREND MAGAZIN: Dies ist dein sechstes Konzert in der Schweiz. Was bedeutet die Schweiz für dich? – EMILIANA TORRINI: Ein Teil meiner Familie lebte in der Schweiz. Es ist ein Unterschied, ob man einen Besuch macht oder Konzerte spielt. Ich hatte bis jetzt immer sehr tolle Auftritte in der Schweiz.
Warst du überrascht über den Erfolg des Songs «Jungle Drum»? – Ich war sehr überrascht. Das hätte ich nicht erwartet.
Wie findest du die Atmosphäre in Basel? – Hm, diese Frage ist schwer zu beantworten. Ich sehe eigentlich fast nichts von der Stadt. Das Problem ist, dass ich einfach vom Hotel ans Konzert fahre und wieder retour. Aber die Atmosphäre sonst an der «AVO Session» ist sehr gut. Die Mitarbeiter machen ihren Job super. So ist es für mich auch leichter aufzutreten und es macht Spass.
Bist du nervös? – Nein, ich bin noch nicht nervös. Das kommt erst so ca. eine Stunde vor Beginn. Dann bekomme ich erst so richtig Angst (lacht).
Was macht dir mehr Freude, die grossen Konzerte oder eher kleinere Clubs? – Ich spiele gerne an solchen Anlässen, wo die Atmosphäre intim ist. An ganz grossen Orten habe ich noch nie gespielt. Es spielt dabei eine wichtige Rolle, wo man sich gerade befindet und wie das Wohlbefinden dort ist. Wenn die Atmosphäre stimmt, dann fühle ich mich wie in einer guten Stube. Ich liebe den Kontrast zwischen kleinen und grossen Orten.
Dein aktuelles Album heisst «Me and armini». Bist du bereits am Schreiben von weiteren Songs, oder für das nächste Album? – Ich schreibe keine Lieder selber. Das mache ich mit der Band zusammen. Vor Weihnachten werden wir mit der Produktion einer weiteren CD beginnen. Im Moment sind wir noch sehr beschäftigt.
Wie schreibt ihr eure Songs? Kommt zuerst die Musik oder der Text? – Das kommt ganz drauf an. Ich reagiere meistens so, dass wir noch etwas in den Text oder die Musik einfliessen lassen können oder etwas herausnehmen. Es muss anschliessend einfach aufeinander abgestimmt und synchronisiert sein.
Was können wir von dir im nächsten Jahr erwarten? – Erwarte nichts Grosses. Erwartungen sind die grössten Fuckups. Ich denke noch nicht so weit, weil ich selber noch nicht weiss, wie es genau weitergeht. Den ganzen Druck will ich auch nicht auf mich nehmen. Ich schreibe lieber Lieder und lerne immer wieder etwas Neues dazu.


Album: «Me and armini» (Rough Trade / Musikvertrieb)
www.emilianatorrini.com

 
MAXWELL
Friday, 04. December 2009
OHNE FEATURINGS

Nach acht Jahren Pause kehrt der US-R’n’B-Star zurück. Mit einer zehnköpfigen, hochkarätigen Band entzückte er das Publikum an seinem Konzert im KAUFLEUTEN. Zuvor sprach das TREND MAGAZIN mit ihm.

maxwell_11.jpgTREND MAGAZIN: Dein letztes Album ist acht Jahre her. Warum diese lange Pause? – MAXWELL: Ich wollte mein Leben geniessen. Es war nicht so, dass ich eines Morgens aufgewacht bin und mir gesagt habe: Jetzt mache ich acht Jahre Pause. Ich war auch nicht faul. In dieser Zeit arbeitete ich an den drei Alben, die, Gott sei Dank, allesamt fertiggestellt sind. Der andere Grund war, dass sich die Musik­szene stark verändert hat und ich wollte nicht gegen die Strömung schwimmen. Deshalb habe ich gewartet, bis sich die Strömung in die Richtung bewegte, in die ich schwimmen wollte.
Du sagtest einmal, man könne dich als Perfektionisten bezeichnen. Liegt der Grund für die Pause vielleicht auch darin? – Ja klar, du möchtest immer das Beste aus deiner Arbeit herausholen. Nach fünf Jahren spielt es keine Rolle mehr, sich noch ein Jahr mehr Zeit zu gönnen (lacht).
Warst du nicht verunsichert, ob die Fans überhaupt auf ein neues Album warteten? Hast du nie im Internet darüber nachgeforscht? – Ich schaue normalerweise nicht im Internet nach meiner Person. Man erfährt so viel über sich selber, auch was man nicht wissen möchte. Mein Leben ist viel friedlicher, wenn ich nicht weiss, was andere Leute von mir denken.
So vermeidest du, Gerüchte über dich zu hören. – Nicht nur. Es ist kein Problem, sich in der Öffentlichkeit zu bewegen, da sehe ich wenigstens, mit wem ich es zu tun habe. Aber im Internet bist du völlig anonym, du weisst nicht, ob es eine Frau oder ein Mann ist.
Ich habe gelesen, dass du mit ARETHA FRANKLIN zusammenarbeiten möchtest. Ist da etwas Wahres daran? – Wow. Unglaub­lich. Etwa vor einer Woche habe ich das erste Mal in einem Interview davon gesprochen. Wahnsinn, wie schnell sich die Information verbreitet. Ich habe drei Legenden im Sinn, mit denen ich zusammenarbeiten möchte. ARETHA FRANKLIN, STEVIE WONDER und SMOKEY ROBINSON.
Werden diese Kollaborationen auf den nächsten Alben sein? – Nein, eher weniger. Ich möch­te keine Alben mit Featurings. Da geht es um meine Musik, das ist persönlich. Es wäre mehr als Seitenprojekte gedacht oder für ihre Projekte. Ich habe einen Song, den ich schon länger für ARETHA aufspare, da er zu ihr passen würde. Hoffentlich sieht sie das auch so (lacht).
Du möchtest ja eine Familie gründen. Wie sieht es dann mit der Musik aus? – Ich könnte wieder eine Pause nehmen! Wenn ich eines Tages Kinder mit der richtigen Frau habe, dann würde ich sicherlich mit allem aufhören und mich nur um meine Familie kümmern. Bevor es aber so weit ist, kommt sicherlich noch der Rest der Trilogie heraus, plus ein Livealbum und ein Best-of. Ein Weihnachtsalbum wäre auch noch etwas (lacht). Nein so was würde ich nie machen, obwohl – so viel ich weiss, verkaufte sich das Weihnachts­album von MARIAH CAREY besser als jedes andere Album, das sie veröffentlichte. Von daher, sag niemals nie!
Was magst du besser, die kleinen Hallen oder die grossen Stadien? – Mir gefallen grundsätzlich die kleinen Lokale besser. Die Stimmung ist heimischer und der Gesang und Sound sind besser zu kontrollieren.
Wie sieht das eigentlich aus, wenn du einen wirklich schlechten Tag hast? – Das Witzige ist, dass dann meine Konzerte meist besser sind. Ich kann während meinen Konzerten den ganzen Frust hinaussingen und dadurch werden meine Konzerte emotionaler. Wenn ich einen zu guten Tag habe, dann sind die Shows meist schlecht. Ich bete nicht für gute Tage (lacht).
Wie sieht deine Tagesform heute aus? – Heute ist ein super Tag.
Also wird die Show folglich schlecht! – Nein! Ich denke es wird eine super Show. In diesem Fall ist es nur ein OK-Tag (lacht).
Wieso denkst du, ist dein Erfolg in Europa nicht so gross wie in den USA? – Ich müss­te mehr Promotion machen und mehr Kon­zerte spielen. Als wir Holland verliessen, war das Album auf Nummer 1 und als wir London verliessen, war es auf Platz 2.

Album: «Blacksummer’s Night» (Columbia / Sony)
www.musze.com

 
GREEN DAY
Friday, 04. December 2009
SIE ROCKTEN DAS AUSVERKAUFTE HALLENSTADION

greenday_15-michael-moser.jpgPunk vom Feinsten: 13’000 begeisterte Fans erlebten am 8. November die Punkrocker live und in Farbe. GREEN DAY feierten 2004 mit dem BUSH-kritischen Album «American Idiot» ihren bislang grössten kommerziellen Erfolg. Das Trio bestehend aus BILLIE JOE ARMSTRONG, MIKE DIRNT und TRÉ COOL rückte damals ins Zentrum der internationalen Musikpresse und verkaufte mehr als 13 Millionen Einheiten. Die Punkrocker sorgten im restlos ausverkauften Zürcher HALLENSTADION für Rieseneuphorie. Die Menge kochte. GREEN DAY betraten kurz nach 20 Uhr vor einem jubelnden Publikum die Bühne und rockten dann rund drei Stunden. Das Konzert war einsame Spitze. Fantastisches Publikum, perfekte Musik, eine geballte Ladung Musik. Mit im Gepäck hatten die Jungs natürlich ihre Hits von «American Idiot», «21 Guns», «Basketcase» bis hin zu «Time of your Life». Es war ein schweisstreibender Abend, den man bestimmt nicht so schnell vergessen wird.
 
STEFANIE HEINZMANN
Friday, 04. December 2009
TOUR VERSCHOBEN

Ihr letzter TV-Auftritt in «Die grössten Schweizer Hits» täuschte. STEFANIE HEINZMANNs Stimme ist erkrankt, Singen liegt vorläufig nicht drin. Gemäss Ärzten ist eine Operation nötig. Deswegen hat HEINZMANN ihre Tour um einige Monate in den Frühling verschoben. Sie, für die es nach eigener Aussage nichts Schöneres gibt, als live auf der Bühne zu stehen, freue sich, die Konzerte nachzuholen.

heinzmann.jpgDie Angst um die neue Schweizer Soulstimme ist also nicht unbegründet. Die Walliserin ist äusserst populär, so beliebt, dass sie sogar vom Videospielhersteller ELECTRONIC ARTS für einen Song in «Simlish» für dessen Spiel «The Sims 3» angefragt wurde. Für STEFANIE, die selber gerne spielt, war diese Anfrage natürlich eine Ehre, sie hat spontan zugesagt. Mehr dazu auf Seite 38.
Innert weniger als zwei Jahren hat die «Echo»-Gewinnerin das geschafft, wovon andere Schweizer Künstlerinnen und Künstler nur träumen. Sie hat den Sprung nach Deutschland geschafft. Vielmehr hat sie von Deutschland aus den Sprung in die Heimat geschafft, was noch aussergewöhnlicher ist. Ihr Erfolg in Deutschland liegt nicht nur am Heidi-Bonus. Und auch nicht am Sieg bei STEFAN RAABs Castingshow. Dieser war nur der Auslöser. STEFANIEs Musik, ihr Sixties-Sound, liegt einfach im Trend der Zeit. Und ihre eigenständige, selbstbewusste und unangepasste Art kommt ebenfalls an. Zu keinem Zeitpunkt könnte man eine Formung des Stars durch Einflüsse von Managern und Plattenfirma vermuten. Und STEFANIE HEINZMANN ist dies auch wichtig. Trotz des Erfolgs sei sie immer noch sich selber, sagt sie: «Ich bin noch immer ich. Und ich will auch so bleiben. Kein Mensch kann mich ändern, ausser ich will das auch.» Hat man sie bei der Produktion des ersten Albums wegen des Zeitdrucks wahrscheinlich etwas überrumpelt, konnte STEFANIE HEINZMANN beim Zweitling doch viel mehr Einfluss nehmen.Stefanie hat sich nicht nur mehr Zeit für das zweites Album genommen, sie hat auch probiert, jong­liert und experimentiert. Sich für Neues geöffnet und sich dadurch noch besser als Künstlerin kennengelernt. Das hört man. Die neuen Songs mischen noch immer gekonnt Funk, Soul und Pop, klingen aber insgesamt musikalischer und bombastischer. Der Titel ihres aktuellen Albums «Roots To Grow» ist eine Basisaussage für STEFANIE. «Ich bin aus dem Wallis, aus der Schweiz, irgendwo aus dem letzten Kaff am Arsch der Welt. Familie ist mir unfassbar wichtig. Auch, dass ich immer wieder nach Hause komme. Weil es der einzige Ort ist, an dem ich immer runterkommen kann. Roots to grow eben – ein Punkt im Leben, an dem man sich zu Hause fühlt. Aber man braucht eben auch wings to fly – um die Welt zu entdecken, Sachen zu erleben und Leute kennenzulernen.»
Die Schweiz hat einen neuen internationalen Star, einen auf den man stolz sein kann, dessen neue Platte gefällt. Aber, liebe STEFANIE: Als Schweizerin solltest du auch eine .ch-Website führen...


Album: «Roots to Grow» (Universal)
www.stefanieheinzmann.de

 
SNOW PATROL
Friday, 04. December 2009
snowpatrol-messerli.jpgDie Briten war einer der Headliner am diesjährigen Festival «Avo Session» in Basel. Sie begeisterten das Publikum so sehr, dass vor der Bühne Sicherheitsleute postiert werden mussten. Sänger GARY LIGHTBODY begab sich gleich zu Beginn des Konzerts in die Menge – setzte sich gar einem Mann im Publikum auf den Schoss! Von diesem Moment an hielt es die Leute nicht mehr auf ihren Sesseln an ihren Tischen. Sie drückten in Richtung Bühne.
Seit 1998 gibt es SNOW PATROL. 2004 schafften sie den Durchbruch mit «Run». In dieser kurzen Zeit haben sie neben ihrem grössten Hit «Chasing Cars» zahlreiche weitere landen können. All diese, einige weniger bekannte Perlen sowie drei neue Songs befinden sich auf einem soeben erschienenen Doppel-Best-of.


2-CD-Best-of-Album: «Up to now» (Fiction / Universal)
www.snowpatrol.com
 
CHARLIE WINSTON
Friday, 04. December 2009
GOLD

winston_5.jpgDer englische Singer-Songwriter wurde von keinem Geringeren als PETER GABRIEL entdeckt und gehört zu den ganz grossen Newcomern dieses Jahres. Leider musste er sein Zürcher Konzert im November absagen. Hier wäre CHARLIE WINSTON mit Gold für sein im Frühjahr erschienenes Album «Hobo» ausgezeichnet worden. Neben seinem Mentor PETER GABRIEL nennt er BOB DYLAN, die BEASTIE BOYS, EMINEM und NICK CAVE als Inspiration, oder kurz: Von MOTOWN-Sound bis hin zu Reggae. «Kick the Bucket» heisst seine neue Single, ein einfacher Song, kurz und ohne unnötige Schnörkel – CHARLIE WINSTON eben. WINSTONs Erfolgsalbum ist nun in einer neuen Auflage nochmals erschienen, angereichert mit vier weiteren Titeln und einer beigelegten DVD mit 40 Minuten Videomaterial und drei Videoclips.

Album: «Hobo» (Real World / Disques Office)
www.charliewinston.com
 
DJ BOBO
Friday, 04. December 2009
NEUE IMPOSANTE BÜHNE

djbobo.jpgAm 27. November feierte der international erfolgreichste Schweizer Musiker (10 «World Music Awards») im EUROPAPARK gelungene Premiere seiner neuen Show. Das zweistündige Programm unter dem Titel «Fantasy» bietet neben den grössten Hits seiner Vergangenheit auch viele Titel aus seinem am 26. Februar 2010 erscheinenden neuen Album.

DJ BOBO hat schon mit jeder Show Superlative erreicht. Diesmal ist dies die Höhe der Bühnenkonstruktion – oder vielmehr der imposanten, sechsarmigen Statute, ähnlich einem Buddah. Mit ihren 14 Metern Höhe kratzt sie an so manchem Hallendach. Präziser: Ihrertwegen gibt es nur zwei Termine in der Schweiz, weil es nur zwei Hallen mit genügender Höhe gibt. Der Gigant trägt reichlich Schmuck, der – wie seine Augen auch – kräftig leuchten kann. BOBOs vier Musiker werden von ihm wörtlich auf Händen getragen, während der Star mit zwölf Tänzerinnen und Tänzern, drei Akrobaten und zwei Sängerinnen die Show performt – eine Show, mehr als ein Konzert. Die Premierenbesucher in Rust waren begeistert! Tourstart ist im Mai. Bis dann wird die Show noch perfektioniert. (mt)


Live: 12.8. Bern, ARENA; 27.8. Zürich, HALLENSTADION;
www.fantasy-show.ch

 
GESCHENKIDEEN 12-2009
Friday, 04. December 2009
Kleine und grosse Geschenksideen

Für Freundin, Freund, Mami, Papi, Göttibueb, Arbeitskollegen, Pflanzengiessservice, Nachbarin und andere Zeitgenossen. Hier ist eine willkürlich zusammengestellte Auswahl von Schenkbarem. Nicht alles schenkt man vielleicht gerne, vielleicht weil man die Grösse nicht kennt oder man es doch etwas zu teuer für ein kleines Präsent findet. Die folgenden Seiten können aber auch als Anregungen zur Verwendung des 13. Monatslohns für einen selber verstanden werden, denn an Weihnachten beschenkt man doch – seien wir ehrlich – sich selber am liebsten.

mehr-geschenke-12-09.jpg
 
SEVEN
Friday, 04. December 2009
BESONDERES WEIHNACHTSKONZERT

seven.jpgNach seinem bisher erfolgreichsten Festival­som­mer tourt SEVEN mit seinem neuen Album «Like a Rocket» durchs Land. Jeweils an den Nach­mittagen vor seinen Konzerten erfüllte der Schweizer Soulstar in den Filialen von PAUL KEHL Autogramm- und Fotowünsche. So wurde in St.Gallen für rund hundert mehrheitlich weibliche Fans der Freitag, der 13., zum Glückstag. Kurz vor Weihnachten kehrt der Botschafter des Schwei­zer Fashionlabels PAUL KEHL von PKZ nach St.Gallen zurück, diesmal zu einem besonderen Auftritt. Vor der PAUL-KEHL-Filiale wird er zusammen mit seinem Gitarristen und Bassisten als Stra­ssen­musi­kant ein Akustikkonzert geben. Für Gänsehautfeeling sorgt diesmal nicht die Ost­schweizer Winterkälte, sondern eine lokale Schul­klasse, die zusammen mit SEVEN den ro­man­tischen Song «Lisa» darbieten wird.

SEVEN; Sa 19.12., 14:00; beim Bärenplatz vor PAUL KEHL, St.Gallen
 
TREND MAGAZIN JUBILÄUMSPARTY 2009
Friday, 04. December 2009
DER KING OF CRUNK
KOMMT ZUM 14-JÄHRIGEN DES TREND MAGAZINS


lil-jon-party-pix.jpgTrotz widriger Witterungsbedienungen und wildem Schneetreiben kamen fast 2000 Besucher an die TREND-MAGAZIN-Jubiläumsparty in den GLOW Club in St.Gallen. Als Stargast LIL JON auf die Bühne trat herrschte Ausnahmezustand unter den Gästen und der US-Rapper bewies in einer knapp einstündigen Show, dass er nicht zu Unrecht der "King of Crunk" genannt wird. Hier geht es zu den Fotos.

Das TREND MAGAZIN bedankt herzlich bei allen Beteiligten für die gelungene Feier, wünscht frohe Festtage und einen guten Start ins neuen Jahr!

Der amerikanische Comedystar DAVE CHAPPELLE hat in einer Nummer aufgezeigt, dass sich mit dem spärlichen Wort­schatz des Rappers und Musikprodu­zen­ten LIL JON trotzdem ein komplettes Ge­spräch führen lässt. Seine Lieblings­wörter sind «What?», «Yeah», «Okaaay», «Let’s go», «Bitch», «Skeeetskeet», «Mother­fucker» und «Get Crunk». Sie sind in seinen Produktionen nicht zu überhören. JONATHAN MORTIMER SMITH kam 1971 in Atlanta zur Welt. Er hat massgeblich zur Verbreitung von Crunk beigetragen, sieht sich selber als «King» dieses Hiphop-Untergenres. 1993 begann er mit dem Schrei­ben eigener Stücke. Gleichzeitig remixte er Tracks von USHER, XSCAPE und anderen. 1996 veröffentlichte er mit LIL BO und BIG SAM als LIL JON & THE EAST SIDE BOYS das Album «Get Crunk, Who U Wit?» Der endgültige Durchbruch gelang LIL JON aber erst 2002 mit den Singles «I Don’t Give a Fuck» und «Get Low» sowie dem parallel veröffentlichten Album «Kings of Crunk». 2004 war er mitverantwortlich für den Erfolg der weltweiten Hits «Yeah» von USHER und «Goo­dies» von CIARA. LIL JON spielte daneben auch in Filmen, u.a. in «Scary Movie 4».
LIL JON ist der Hauptact der diesjährigen «TREND MAGAZIN Jubiläumsparty», die erstmals im GLOW im Stadionkomplex stattfindet. Vor und nach ihm spielen 10 DJs, darunter SIR COLIN und MR. P!NK.


«TREND MAGAZIN Jubiläumsparty»; Sa 19.12.; GLOW, St.Gallen