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STORM - THE MUSICAL
Geschrieben von Redaktion   
Thursday, 07. May 2009
EIN STURM ZIEHT AUF

Am 1. Mai feierte das Musical «Storm» Premiere. Flickflack, Walzer, Breakdance, Salsa, erotische Hüftschwünge, dies sind nur ein paar Beispiele der ausgezeichneten Tanzeinlagen in «Storm», die genauso vielfältig sind wie die musikalischen Stilrichtungen.

stormthemusical2009_1.jpg«Storm», geschrieben von ALEX JOHNSON (Buch, Texte, Musik) und ANDI WINKLER (Musik), spielt in einer Gross­stadt­bar, während draussen ein Jahr­hun­dertsturm tobt. Das stürmische Chaos treibt Barman AJ die unterschiedlich­sten Charaktere an den Tresen; alle mit ihren ganz eigenen Sorgen und Nöten. Deren Lebensgeschichten reflektieren die Welt, in der wir leben. «Storm» ist ein Musical des 21. Jahr­hunderts. Das Musical wird vom Autor gleich selber finanziert und produziert. Die Produzenten sind nach den ersten Kritiken des Testpublikums guten Mutes, mit «Storm» ein neues Kapitel Schweizer Musicalgeschichte zu schreiben.

«Storm – The Musical»; 1.5. bis 21.6.;
STADTHALLE Bülach; Vvk: STARTICKET
www.stormthemusical.com
 
PLÄUSCHLER
Geschrieben von Markus Tofalo   
Thursday, 07. May 2009
IST DAS VOLKSMUSIK?

plaeuschler.jpgDie PLÄUSCHLER sind weit bekannt als stimmungsbringendes Partyduo. An der Schweizer Ausscheidung zum «Grand Prix der Volks­musik» sind sie nun mit der schaurig-schönen Schlager­ballade «Ich kann nicht aufhör’n dich zu lieben» aufgefallen – und haben damit voll die Herzen der Zuschauer berührt. Die Cousins ANDI und ROMAN WICK haben sich für das Finale qualifiziert. Dort werden sie sich wohl ebenfalls aus den immer gleich nach «Musi­kantenstadl»-Vorgaben klingenden Darbietungen abheben.

PLÄUSCHLER, Album: «Was wäre wenn» (Zoom / Zyx)
www.plaeuschler.ch
 
NIGHT AT THE MUSEUM 2
Geschrieben von Matthias Haller   
Thursday, 07. May 2009
Fantasy-Komödie; (Universal) USA 2009
Kinostart: 21.5.

night-museum2.jpgFortsetzung des starbesetzten Familienfilms. Für BEN STILLER heisst es: neue Nacht, neues Museum. Diesmal muss sich STILLER mit lebendig gewordenen Aus­stel­lungs­stücken im SMITHONIAN Museum auseinandersetzen, darunter dem ägyptischen Pharao KAMUNRAH, einem russischen Tyrann names Ivan der Schreckliche und dem französischen Nationalhelden NAPOLEON. Ebenfalls wieder dabei sind OWEN WILSON als Cowboy Jebediah und ROBIN WILLIAMS als sympathischer TEDDY ROOSEVELT. Da das SMITHONIAN Millionen von Ausstel­lungs­stücken beherbergt, darunter auch AMELIA EARHART samt ihrem Flugzeug, darf mit einem gewaltigen Effekt­spektakel gerechnet werden. Ob der Film nochmals so viele Zuschauer ins Kino locken kann, bleibt abzuwarten, schliesslich gilt der Vorgänger nicht gerade als ko­mö­diantisches Meisterwerk.

Regie: SHAWN LEVY; Darsteller: BEN STILLER, OWEN WILSON, DICK CAN DYKE, AMY ADAMS, HANK AZARIA; www.nightatthemuseum.ch
 
ILLUMINATI (ANGELS & DEMONS)
Geschrieben von Redaktion   
Thursday, 07. May 2009
Thriller, Mystery; (Columbia) USA 2009
Kinostart: 13.5.

illuminati.jpgRobert Langdon entdeckt Beweise, dass die mächtigste Untergrundbewegung der Geschichte, ein uralter Geheimbund, den man als «Die Illuminati» kennt, wiederauferstanden ist. Kurz darauf wird er damit konfrontiert, dass die Katholische Kirche, der zutiefst verhasste Erzfeind der Illuminaten, einer tödlichen Bedrohung ausgesetzt ist. Nachdem Langdon herausgefunden hat, dass eine unaufhaltbare Illuminati-Zeitbombe tickt, die noch am gleichen Tag zu explodieren droht, fliegt er unverzüglich nach Rom, wo er sich mit der rätselhaften italienischen Wissenschaftlerin Vittoria Vetra zusammentut. Gemeinsam machen sie sich auf zu einer atemlosen, actionreichen Hetzjagd quer durch die Ewige Stadt, sogar mitten hinein ins Herz des bestbewachten Grabgewölbes der Welt. Langdon und Vetra folgen einer 400 Jahre alten Spur altertümlicher Symbole, auf der die einzige Hoffnung für das Überleben des Vatikans ruht.

Regie: RON HOWARD; Darsteller: TOM HANKS, EWAN McGREGOR, AYELETE ZURER; www.illuminati-derfilm.de
 
ZACHARY QUINTO
Geschrieben von Dominique Zahnd   
Thursday, 07. May 2009
DAS IST DER NEUE SPOCK!

Es gibt TV-Stars, die einfach ins Kino gehören – wie ZACHARY QUINTO (31). Der charismatische Bösewicht aus der Super­helden-Serie «Heroes» spielt endlich seine erste, grosse Haupt­rolle. Und zwar in «Star Trek», dem Actionhit des Jahres.


quinto.jpgEs gibt Gesichter, die tauchen auf dem Bildschirm auf – und man weiss: Das wird ein Star. Zum Beispiel als KEANU REEVES 1991 als Cop durch den Thriller «Point Break» hetzte. Oder auch als ZACHARY QUINTO 2006 das erste Mal im Quotenhit «Heroes» auftauchte. Denn obwohl er in der Superhelden-Serie als Killer Sylar einen Typ nach dem anderen umbringt, bleibt seine Figur auf anziehende Weise faszinierend. «Faszinierend», das war mehrere Jahrzehnte lang der Erkennungsspruch von Mister Spock, dem ausserirdischen Helden des Raumschiffs «Enterprise». Jetzt tritt ZACHARY QUINTO in seine Fussstapfen. LEONARD NIMOY, der Spock im Original spielte, ist ebenso wie QUINTO im neuen «Star Trek»-Abenteuer zu sehen. Der elfte Teil der Weltraumsaga dreht das Rad der Zeit zurück – zu den Anfängen der Story.
Hollywood-Regisseur J.J. ABRAMS («Mission Impossible 3», «Lost») will mit seinem Film vor allem jene Zuschauer ins Kino locken, die sich bisher nicht für Science-Fiction begeistern konnten. «Wir wollen die Geschichte nicht neu starten, aber neu erfinden», sagt ABRAMS, der zugab, nie ein Fan der ursprünglichen TV-Serie gewesen zu sein. «Aber ich bin es jetzt», sagt der 42-Jährige. In «Star Trek» trifft der junge Kirk auf den Vulkanier Spock, der aufgrund seiner menschlichen Mutter ein Aussen­seiter ist. Im Film absolvieren die beiden erst ihre Ausbildung, bevor sie auf der «Enterprise» landen.
Was dachte LEONARD NIMOY, als er hörte, dass die Weltraum-Franchise noch mal neu gestartet wird – mit jüngeren Dar­stellern? «Ich war anfangs etwas kritisch, bis ich die ersten Auf­nahmen mit ZACHARY QUINTO zu sehen bekam. Er ist perfekt für die Rolle. Die Figur ist bei ihm in guten Händen», sagt der 78-jährige Original-Spock. Sein junger Erbe freut sich über dieses Lob: «Wir trafen uns einen Tag bevor ich zum offiziellen Vorsprechen ging. LEONARD hat mich ermutigt. Dass mich dieser Mann unterstützt, ist von unschätzbarem Wert.»
QUINTO war schon als kleiner Junge ein «Star Trek»-Fan. Als bekannt wurde, dass er die Rolle in der Tasche hat, wurde er von Freunden mit E-Mails bombardiert. «Alle gaben mir Tipps, worauf ich achten sollte. Es war verrückt», sagt der Schauspieler. QUINTO kann den Rummel um ihn und diese Traumrolle manchmal kaum fassen. Er ist selber ganz aufgeregt. «Das fantastische Drehbuch zu lesen, die Latex-Spitzohren das erste Mal aufgesetzt zu bekommen – da wurde ein Kleinjungen-Traum war», sagt der Amerikaner. Ebenfalls ein magischer Moment für ihn war, als er das schwarzweisse Teaser-Poster mit seinem Konterfei in den Händen hielt. «Ich weiss, es ist ein bisschen peinlich. Aber ich habe es in meinem Büro aufgehängt. Ich bin so stolz auf diesen Film», sagt der Schauspieler. Die Fans anscheinend auch. Bei ersten Testvorführungen hatten viele Tränen in den Augen. Vor Freude.


Film: «Star Trek»
 
STAR TREK
Geschrieben von Matthias Haller   
Thursday, 07. May 2009
«LOST»-REGISSEUR WAGT DEN NEUSTART

Nachdem der letzte Film «Star Trek: Nemesis» das schlechteste Ergebnis in der Geschichte der Reihe eingefahren hat, wollte PARAMOUNT die Franchise eigentlich einstampfen. Mit «Lost»-Erfinder J.J. ABRAMS auf dem Regiestuhl und einer komplett neuen Crew an Bord der Enterprise wagt man nun aber doch nochmals einen Wiederbelebungsversuch.


star-trek.jpgJ.J. ABRAMS sollte eigentlich zuerst als Produzent in Erscheinung treten, wollte aber, nachdem er das Drehbuch gelesen hatte, sofort selbst die Inszenierung übernehmen. Das Kuriose an der Sache ist, dass ABRAMS eigentlich gar nichts mit «Star Trek» am Hut hat und die alte Serie weder mochte noch gesehen hat. Doch gerade darin sieht er einen Vorteil, denn so konnte er, nach eigenen Aussagen, unbefangen an die Neuinterpretation herangehen. So kommt es auch, dass bis auf Kultstar LEONARD NIMOY, der den alten Spock spielt, niemand aus den alten Filmen oder der Serie im neuen Film mitwirkt. Dieser versteht sich dann auch als Prequel zu allem, was bisher erschienen ist und erzählt aus den Tagen, als die Enterprise sich noch im Bau befand und  die Crew sich an der Sternenflottenakademie von halbstarken Sprüche­klopfern zur weltraumreisenden Wissenschaftlern mausert. Das lässt ABRAMS natürlich viel Freiraum für Neuinterpretationen, dennoch muss er darauf achten, dass sich sein Film ins «Star Trek»-Universum einfügt. Da der Film zu Redaktionsschluss noch nicht gezeigt wurde, sind Ein­zelheiten zur Story noch nicht bekannt. Was man bisher aber zu sehen bekam, lässt darauf schliessen, dass wir es mit einem Effekt­spektakel sondergleichen und einer altbekannten Rasse zu tun bekommen. Die Romulaner, besser gesagt der rachsüchtige Nero, sorgen auf Spocks Heimatplaneten Vulkan für Terror, dessen mögliches Ausmass das Schicksal des gesamten Universums bedrohen könnte. Offenbar scheint Spock in einen tragischen Unfall verwickelt, der die Familie von Nero das Leben gekostet hat. Dieser will sich nun an ihm und allen Vulkaniern rächen, woraufhin die noch in der Ausbildung befindliche Crew der Enterprise zu einer dramatischen Rettungsaktion ausrücken muss. Doch neben ihrem Feind hat die Crew auch noch mit internen Querelen zu kämpfen, und wenn sie sich nicht zusammen rauft, scheint ihr und das Schicksal aller besiegelt.
Die Erwartungen von Fans und Kritikern gleichermassen sind enorm hoch und J.J. ABRAMS’ Radikalkur der Serie hat im Vorfeld schon für viel Gesprächsstoff in den einschlägigen Internetforen gesorgt. Dass ABRAMS alles andere als reinen Mainstream produziert, hat er mit der TV-Hitserise «Lost» und seinem innovativen Monsterfilm «Gloverfield» schon eindrücklich bewiesen. Die Hoffnung ist also gross, dass man nicht rein auf Effekte, sondern auch Gewicht auf die Geschichte und die Charakterentwicklung gelegt hat. «Wir haben den Film nicht für Trekkies gemacht, sondern für zukünftige Fans von ‹Star Trek›», erklärt ABRAMS in einem Interview und sorgt damit bei alteingesessenen Fans für Verwunderung und Ärger gleichermassen. Das «neu» aber auch «gut» bedeuten kann, hat z.B. CHRIS NOLAN mit der Neuinterpretation des Fleder­maus­mannes in «Batman Begins» und «The Dark Knight» wohl mehr als eindrucksvoll bewiesen.

Sci-Fi, Action; (Paramount) USA 2009
Kinostart: 7. Mai
Regie: J.J. ABRAMS
Darsteller: CHRIS PINE, ZACHARY QUINTO, SIMON PEGG, ERIC BANA
Dauer:     120 min
Web: www.startrekmovie.ch

 
ANDRA BORLO
Geschrieben von Juerg Kilchher   
Thursday, 07. May 2009
andra-borlo2.jpgWenn eine Frau wie ANDRA BORLO in Chicago geboren, in der Schweiz aufgewachsen und noch so selbstbewusst ist, muss sie zwangsläufig zur Wel­ten­bürgerin werden, um der Enge der Heimat in den Köpfen und Herzen zu entfliehen, damit ihre musikalische Iden­tität weiterlebt. Das Zi­geuner­blut trug sie nach einer US-Tour nach Argen­tinien. In Bue­nos Aires hat die Polit­wis­senschaftlerin im Winter ihr zweites Soloalbum aufgenommen. Ihre Leiden­schaft zur Musik begleitete argentinische Musikgrössen, wie zum Beispiel den legendären WALTER RIOS, der auf Piazzollas Ban­deneon spielt. Dazu kommen Posaune, Bass, Piano, Gitarre und Drums. Der Sound ihrer neuen Songs ist ein Spagat zwischen Pop, Jazz, Soul mit einer Prise Tango. Das erinnert nur in wenigen Stücken an Südamerika und kann das Latinogefühl nur wirklich transportieren, wenn ANDRA BORLO spanisch singt und nicht, wie auch vorhanden, englisch. Der Rest der Platte ist, wie sie selbst sagt, «Alternative Acoustic Pop». Mit Engagement vorgetragen von einer markanten Stimme, die einige mit «wie Honig über Schmirgelpapier» oder nüchterner etwas heiser betiteln. BORLOs Betonung der Silben ist gewöhnungsbedürftig. Manchmal wirkt sie wie eine Lehrerin, die Befehle gibt. Die Dynamik zwischen sonorer Heftigkeit und zerbrechlicher Sanftheit ist ihr Weg, dem Folk eine persönliche Note beizufügen, auch wenn viele Songs von Musik her nichts Neues zu sagen haben, reagierten die argentinischen Medien positiv auf die neuste Arbeit der Schweizerin.

Album: «Pieces of Buenos Aires»
(Smart)
www.andraborlo.com
 
DELILAHS
Geschrieben von Redaktion   
Thursday, 07. May 2009
delilahs3.jpgSie hätte eine Pop­girl­group werden sollen. Doch die unangepassten Zugerinnen lösten sich von ihrem Management und dessen Vorhaben und emanzipierten sich zu einer lauten Frauenrockband. Ihre Melodienstärke haben sie beibehalten, die Weichspülung entfällt aber. Einen Kompromiss ist das Frontduo MURIEL RHYNER und ISA EDER (beide 22) jedoch eingegangen. An den Drums sitzt mit DANIEL FISCHER ein Mann. Trotzdem meint Sängerin und Bassistin MURIEL RHYNER: «Das weibliche Element in unserer Band ist stärker denn je». Produziert wurde der DELILAH-Erstling von ZÜRI-WEST-Gitarrist KÜSE FEHLMANN. 

Album: «Delilahs» (Chop / Phonag)
Live: 16.5. Wetzikon, KONTER; «Gurtenfestival»
www.delilahsmusic.com
 
LACRIMOSA
Geschrieben von Redaktion   
Thursday, 07. May 2009
lacrimosa.jpgDie Band um den Wahl­schwei­zer TILO WOLFF ist in der breiten Öffentlichkeit wenig be­kannt. Unter Fans von dunkleren Themekreisen, Gothic und Sym­phonic Rock sind sie jedoch ein fester Begriff. Neben WOLFF singt ANNE NURMI, Herrin über ein kraftvolles Stimmvolumen von über vier Oktaven. Anfang der Neunziger erschien der Na­me LACRIMOSA, was so etwas wie «Tränenreich» heisst, erstmals, eingeordnet unter «Neue Deutsche Todeskunst». WOLFF liebt das Wort, das deutsche Wort. Ein­gebettet wird es in lange, bombastische orchestrale Insze­nierungen, die von echten Or­ches­tern eingespielt werden. Dabei werden oft auch klassische musikalische wie auch literarische Werke zitiert. Das zehnte Stu­dioalbum «Sehn­sucht» be­schreibt eben dieses Ge­fühl in zehn Facetten.

Album «Sehnsucht» (Hall of Sermon; ab 8.5.)
www.lacrimosa.com
 
PASCAL TOKAR
Geschrieben von Kilian Messerli   
Thursday, 07. May 2009
DJ ON THE ROAD, IM IN- UND AUSLAND

Seit den späten Neunzigern spielt der gebürtige Berner DJ mit slowakischen Wurzeln in zahlreichen renommierten Clubs rund um den Globus. Soeben hat er eine Compilation veröffentlicht.

pascal-tokar98.jpgUm PASCAL TOKAR ist es vergleichsweise ruhig. Das bedeutet aber nicht, dass um ihn nichts läuft. Seine Touren führen ihn in die angesagten Clubs auf den Mittelmeerinseln und auch nach Übersee oder Russland. Mit seinen beiden ersten eigenen Alben und zahlreichen Track­produktionen wie «Com­back» und «Muevete» hat er eine gute Basis für sein internationales Renomee gelegt. Nach seinem 10-Jahr-Jubiläum als DJ 2008 brachte er vor einem Monat seine lang erwartete Compilation «Privacy» heraus, begleitet von einer grossen Tour durch die Schweiz.

TREND MAGAZIN: So ­lange in einem Business standfest zu bleiben, ist nicht einfach. Wenn du zurück blickst, wovon konntest du am meisten profitieren und was ist dir geblieben? – PASCAL TO­KAR: Ich kam in diesen Jahren viel herum, habe auch viel gesehen und habe auch immer wieder tolle Partys erlebt.
Ein Highlight in den letzten zehn Jahren? – Das waren einige: das NACHT­WERK Thun, die «Goli­ath»-Raves sowie die Aus­landauftritte.
Du bist schon weit herum gekommen. Welches Land hat dir persönlich am bes­ten gefallen? – Ibiza ist im­mer sehr speziell. Je­des Land hat seine Vorteile und es ist überall ein bisschen anders.
Wo können deiner Meinung nach die Leute am besten feiern? – Hm, schwierige Fragen (lacht). Die Schweiz ist schon einmal nicht schlecht (grinst). Ich habe sehr gute Erfahrungen gemacht in Italien, in Ibizia, weil sie dort genau der Musik wegen in den Ausgang gehen.
Wie kamst du zum DJ-Business? – Angefangen hat es 1995. Damals war die Szene noch sehr frisch und jung. Ich habe angefangen, in den Ausgang zu gehen, Leute kennenzulernen, ging an die grossen Raves. Danach kaufte ich Platten und habe eigene Partys in den Wohnquartieren organisiert. Trance war damals mein Stil, weil es zu dieser Zeit sehr populär war.
Was hast du danach unternommen, um selber vorwärtszukommen? – Ich habe Kontakte geknüpft, Songs produziert, CDs und Werbung gemacht, bin immer on the Road gewesen.
Hast du deine persönlichen Ziele erreicht? – Ich würde sagen schon. Ich habe mir immer nur ein Ziel gesetzt. Hatte ich dieses erreicht, habe ich mir ein neues ge­setzt. Ich bin in dieser Zeit immer Realist ge­blieben. Mein Ziel war es nicht, in fünf Jahren die Nummer eins zu sein.
Ziele für die Zukunft? – Sicher auch den Namen festigen in der Schweiz, sowie auch internati­onal.
Du bist Resident-DJ im Berner LIQUID. Wirst du dort noch vorläufig bleiben? – Ja, ich werde dort sicherlich noch bleiben. Ich bin auch Re­sident im MAD Lau­sanne und im Q Zürich. Das sind meine drei Standbeine, wo ich bleiben und eigene Labels aufbauen möchte.
Wo spielst du lieber, in einem Club oder an einer grossen Party, z.B. einem Pubfestival? – Es hat beides seinen Reiz. Der Club ist etwas intimer. Umgekehrt habe ich auch einmal an einem italienischen Festival vor 10’000 Leuten gespielt, was auch wieder sehr speziell war.


Mix-Compilation: «Privacy»
www.pascaltokar.com

 
JOHN LEGEND
Geschrieben von Michael Moser   
Thursday, 07. May 2009
AUF DER SUCHE NACH DEM PERFEKTEN ALBUM

Seine ersten Erfolge konnte er als Pianist für LAURYN HILL oder als Back­ground­sänger für ALICIA KEYS verbuchen. Inzwischen ist er selbst stolzer Besitzer von sechs «Grammy»-Awards. JOHN LEGEND (31) gastierte am 20. März im ausverkauften Zürcher VOLKSHAUS.


legend44.jpgTREND MAGAZIN: In einem Interview mit der PHILIPPINE DAILY hast du erzählt, dass du immer noch darauf hoffst, das perfekte Album zu kreieren. Wie würde das perfekte Album klingen? – JOHN LEGEND: Ich bin noch immer auf der Suche. Womöglich wird es mir nie gelingen, die perfekte Scheibe aufzunehmen. Bei jedem Album versuche ich, das Bestmögliche herauszuholen.
Aber ist ein Album nicht perfekt, zu dem Zeitpunkt, in dem es veröffentlicht wird? – Ja, in diesem Moment fühlt es sich so an, als wäre es das Beste, was du je zustande bringen kannst. Aber wenn du eine gewisse Distanz zu den Songs gewinnst, siehst du die Mängel. Allerdings weisst du auch, dass es ein nächstes Album gibt, welches noch besser wird. Ich weiss, dass es noch besser geht.
Ist es denn überhaupt erdenklich, seine Grenzen immer höher zu setzen und noch bessere Songs zu schreiben? Gerät man nicht an ein Limit des Möglichen? – Das kann ich dir ehrlich gesagt nicht beantworten. Ich versuche, mich selber zu pushen und besser zu werden. Ob es da eine Grenze gibt, werde ich später herausfinden.
Wenn du einen Song schreibst, denkst du bereits daran, wie sich dieser auf der Bühne vor dem Publikum verkauft? – Nein überhaupt nicht. Wenn ich einen Song schreibe, geht es hauptsächlich darum, wie gut er zum Album passt. Es muss als ganzes Werk funkti­onieren. Man sollte sicherlich nicht ausser Acht lassen, wie die Leute auf einen Song reagieren und wie sie diesen an einer Show geniessen. Es steht aber nicht im Vordergrund.
Auch du arbeitest hie und da mit anderen Künstlern zusammen wie aktuell mit BRANDY. Wie entsteht die Idee für eine Collaboration? – Nachdem ein Song niedergeschrieben ist, beginne ich mit den Arrangements. Wenn ich merke, dass dem Song das gewisse Etwas fehlt, eine Lücke, die durch meine Stimme nicht geschlossen werden kann, dann kommt die Vorstellung eines gewissen Künstlers, mit dem ich gerne diese Lücke schliessen möchte.
Du hast 2007 dein eigenes Label HOME SCHOOL RECORDS gegründet. Wen hast du bereits unter Vertrag? – ESTELLEs Album «Shine» wurde unter meinem Label veröffentlicht. Ausser ihr ist noch mein Bruder VAUGHN ANTHONY bei meiner Plattenfirma. Wir werden seine Karriere dieses Jahr fördern. Als Backgroundsänger ist er bei meinen Shows dabei. Zudem wird er eröffnen, sodass die Leute einen ersten Eindruck von ihm erhalten.
Du warst sehr stark in OBAMAs Wahlkampf involviert. Wie fühlt es sich an, jetzt wo er gewonnen hat? – Ich bin überaus glücklich darüber!
Glaubst du, dass er die Erwartungen erfüllen kann, die man an ihn richtet? – Er ist erst seit einigen Monaten Präsident. Ich denke, alle sollten die Sache ein wenig ruhiger angehen und zurücklehnen. Ich weiss, es ist Krisenzeit, und alle wollen schnell eine Antwort. Aber er ist nun mal nur Präsident und nicht König der USA. Ausserdem hat er bereits einige wichtige Entscheidungen getroffen. Sein Amt ist alles andere als einfach, aber ich bin der Überzeugung, dass er seine Sache zuverlässig machen wird.


Live-Album: «Live From Philadelphia» (Sony-BMG)
www.johnlegend.com